Was genau bedeutet mAh? Kurz gesagt: mAh steht für Milliamperestunde. Es ist eine Maßeinheit, die die elektrische Energiemenge angibt, die ein Akku speichern kann – quasi die Größe seines „Kraftstofftanks“. Je höher der mAh-Wert, desto länger kann der Akku ein Gerät mit Strom versorgen, bevor er wieder aufgeladen werden muss.
Wer jedoch schon einmal einen 10.000-mAh-Akku gekauft hat und erwartet hat, damit seinen 5.000-mAh-Handyakku genau zweimal aufladen zu können, wurde wahrscheinlich enttäuscht. Denn die auf der Verpackung angegebene Zahl ist nur die halbe Wahrheit. Im Jahr 2026 ist es entscheidend, die Feinheiten der Spannungswandlung, des Wärmeverlusts und des neuen Qi2-Standards für drahtlose Verbindungen zu verstehen, um die Ausrüstung zu finden, die für die eigenen Abenteuer wirklich funktioniert.
Ob Sie nun eine Wochenendwanderung planen oder Ihren Laptop während eines Fluges mit Strom versorgen möchten: Wenn Sie diese technischen Daten richtig lesen können, sparen Sie Geld und Nerven. Bevor Sie in neue Ausrüstung investieren, ist es hilfreich, die Technologie zu verstehen. Wenn Sie jedoch direkt unsere Top-Empfehlungen aus dem Praxistest wünschen, schauen Sie sich unseren Leitfaden „Die besten Powerbanks 2026: Getestet für Ihr nächstes Abenteuer“ an. Wir lassen die Marketingversprechen beiseite und betrachten die tatsächlichen Berechnungen Ihrer Akkulaufzeit.
Wichtigste Erkenntnisse
⚡ Kurzzusammenfassung
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Definition: mAh (Milliamperestunden) misst die elektrische Ladekapazität. Man kann es sich wie die Kapazität eines Benzintanks vorstellen.
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Die 2/3-Regel: Aufgrund von Spannungswandlung und Wärmeverlusten liefert eine Powerbank in der Regel nur 60–70 % ihrer Nennkapazität in mAh an Ihr Gerät.
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Wattstunden sind wichtig: Bei Flugreisen und Laptops sollten Sie auf die Wattstunden (Wh) achten, nicht nur auf die mAh-Angabe. Die TSA beschränkt die Kapazität von Handgepäck-Akkus auf 100 Wh (ca. 27.000 mAh).
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Standards 2026: Durchschnittliche Smartphones verfügen heute über 4.500–5.500 mAh. Eine Powerbank mit 10.000 mAh ist das Minimum für eine zuverlässige, vollständige Stromversorgung.
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Geschwindigkeit vs. Kapazität: Eine hohe mAh-Zahl bedeutet nicht automatisch schnelles Laden. Achten Sie auf PD 3.1 oder eine Ausgangsleistung von 140 W für schnelles Laden.
Erklärung der Abkürzung: Was ist eine Milliampere-Stunde?
Technisch gesehen ist eine Milliamperestunde (mA) ein Tausendstel einer Amperestunde (Ah). Sie beschreibt die Energiemenge, die ein Akku speichern kann, und wie lange ein Gerät mit dem Akku läuft, bevor dieser leer ist.
Stellen Sie sich Strom wie Wasser in einem Rohr vor:
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Spannung (V): Der Wasserdruck.
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Stromstärke (A): Der Durchmesser des Rohrs (Durchflussmenge).
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Kapazität (mAh): Die Größe des Tanks.
Wenn Sie ein Gerät mit einem Stromverbrauch von 100 Milliampere (mA) haben und es mit einem 2000-mAh-Akku betreiben, sollte dieser theoretisch 20 Stunden halten (2000 mAh / 100 = 20 mAh).
Bei modernen Elektronikgeräten wie der Anker 737 Powerbank oder dem neuesten iPhone 17 ist der Zusammenhang jedoch nicht linear, da der Stromverbrauch stark von der Bildschirmhelligkeit, der 6G-Verbindung und der Prozessorlast abhängt. Das Verständnis von mAh ist der erste Schritt, um die richtige Ausrüstung für netzunabhängige Reisen oder lange Pendelstrecken zu finden.
Die „Marketinglüge“: Warum 10.000 mAh nicht zwei 5.000-mAh-Ladungen entsprechen

Dies ist die häufigste Beschwerde in Nutzerbewertungen. Sie kaufen eine 10.000-mAh-Powerbank für Ihr Smartphone mit einem 5.000-mAh-Akku. Logischerweise sollten Sie damit zwei volle Ladungen erreichen, oder? In der Realität sind es meist nur etwa 1,5 Ladungen. Hier ist der Grund:
1. Spannungswandlung (Die Differenz zwischen 3,7 V und 5 V)
Die meisten Lithium-Ionen-Akkuzellen in Powerbanks arbeiten mit einer Nennspannung von 3,7 V (oder manchmal 3,85 V bei neueren Zellen mit hoher Energiedichte). Der USB-Standardausgang beträgt jedoch typischerweise 5 V, 9 V oder sogar höher für Schnellladeprotokolle wie Power Delivery (PD).
Um Ihr Smartphone zu laden, muss die Powerbank die Spannung von 3,7 V auf 5 V erhöhen. Dieser Wandlungsprozess benötigt Energie.
2. Effizienzverlust (Wärmeentwicklung)
Keine elektronische Schaltung ist 100 % effizient. Energie geht in Form von Wärme verloren bei:
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Der Spannungserhöhung in der Powerbank.
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Dem Widerstand im Ladekabel.
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Der Spannungsreduzierung im Telefon (die 5 V werden wieder heruntertransformiert, um den internen Akku des Telefons zu laden).
Formel zur Berechnung der tatsächlichen Kapazität
Um die tatsächlich nutzbare Kapazität einer Powerbank zu ermitteln, verwenden Sie diese Formel:
$$ \text{Tatsächliche Ausgangsleistung (mAh)} = \frac{\text{Nennkapazität} \times 3,7 V}{5 V} \times 0,85 \text{ Wirkungsgrad)} $$
Beispiel: Eine 10.000-mAh-Powerbank
- Energie in Wattstunden: 10.000 \text{mWh} \times 3,7 = 37.000 \text{mWh} (37 Wh)$
- Ausgangsleistung bei 5 V: 37.000 \text{mWh} / 5 = 7.400 \text{mAh}$
- Nach Wärmeverlust (ca. 15 %): 7.400 \text{mWh} \times 0,85 = \mathbf{6.290 \text{mAh}}$
Eine Powerbank mit der Nennkapazität von 10.000 mAh hat also eine tatsächlich nutzbare Kapazität von 6.290 \text{mAh}. Der Akku liefert bei Standardladegeschwindigkeit tatsächlich nur etwa 6.300 mAh nutzbare Kapazität. Bei Schnellladung (9 V oder 15 V) kann die Effizienz aufgrund der höheren Wärmeentwicklung noch weiter sinken.
Kapazitätsvergleich: Welche Größe benötigen Sie tatsächlich?

Im Jahr 2026 sind die Akkus von Geräten größer denn je. Das iPhone 17 Pro Max und das Samsung S26 Ultra verfügen beide über eine interne Kapazität von über 5.000 mAh. Das bedeutet, dass die alten, winzigen 2.500-mAh-Ladegeräte von früher praktisch nutzlos sind.
Hier ist eine Übersicht gängiger Powerbank-Größen und ihrer praktischen Anwendungsmöglichkeiten für moderne Abenteuer-Technik.
| Nennkapazität | Tatsächliche Leistung (ca.) | Optimaler Anwendungsfall | Empfohlener Produkttyp |
| :--- | :--- | :--- | :--- |
| 5.000 mAh | ~3.000 - 3.300 mAh | Notfall-Aufladung. Lädt ein iPhone 17 auf ca. 60 %. Extrem handlich für die Hosentasche. | Anker Nano Powerbank (MagSafe/Qi2) |
| 10.000 mAh | ~6.000–6.500 mAh | Der Alltagsbegleiter. Eine volle Ladung für ein Top-Smartphone plus etwas Reserve für Kopfhörer. Ideal für Tageswanderungen. | Anker MagGo Powerbank |
20.000–26.800 mAh | ~12.000–17.000 mAh | Reisen & Laptop. Lädt ein Smartphone 3–4 Mal oder ein Tablet einmal. Die TSA-Bestimmungen stoßen hier an ihre Grenzen. | Anker 737 Powerbank (24.000 mAh) |
40.000–50.000 mAh | ~25.000–32.000 mAh | Basislager. Lädt mehrere Geräte tagelang. Schwer und in der Regel nicht flugtauglich. | 50.000 mAh Tragbares Ladegerät (Standard/Robust) |
Für die meisten Nutzer liegt der Bereich 10.000 mAh bis 20.000 mAh optimal zwischen Gewicht und Nutzen.
Wattstunden (Wh) vs. Milliamperestunden (mAh): Den Unterschied kennen
Während mAh die allgemein bekannte Marketing-Angabe ist, ist Wattstunden (Wh) die wissenschaftlich relevante Einheit, insbesondere auf Reisen.
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mAh misst die elektrische Ladung (Volumen).
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Wh misst die elektrische Energie (Gesamtleistung).
Warum Wh überlegen sind: mAh ist nutzlos, wenn die Spannung nicht bekannt ist. Ein 10.000-mAh-Handyakku und ein 10.000-mAh-Drohnenakku enthalten völlig unterschiedliche Energiemengen, wenn die Drohne mit 14 V und das Handy mit 3,7 V betrieben wird.
Die TSA-Regel
Bei Flugreisen gilt gemäß FAA und TSA eine Obergrenze für Lithium-Batterien im Handgepäck von 100 Wattstunden (Wh).
Um die Kapazität (Wh) aus der Kapazität (mAh) zu berechnen: $$ \text{Wh} = \frac{\text{mAh} \times \text{Voltage}}{1000} $$
Die meisten Powerbanks mit 26.800 mAh sind genau auf diese Grenze ausgelegt: $26.800 \text{mAh} \times 3,7\text{V} / 1000 = \mathbf{99,16 \text{Wh}}$
Deshalb sieht man oft so ungewöhnliche Zahlen wie 26.800 mAh oder 24.000 mAh – die maximale Kapazität wird angestrebt, ohne dass die Geräte bei der Sicherheitskontrolle beschlagnahmt werden.
mAh und Ladegeschwindigkeit: Der C-Rate-Faktor
Ein weit verbreiteter Irrglaube ist, dass mehr mAh gleichbedeutend mit schnellerem Laden sind. Das stimmt nicht. Die Kapazität (mAh) gibt an, wie lange der Akku hält; die Ausgangsleistung (Watt) hingegen, wie schnell er Ihr Gerät auflädt.
Es gibt jedoch einen technischen Zusammenhang namens C-Rate. Größere Akkus können in der Regel mit höheren Stromstärken sicher entladen werden.
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Standard-Powerbanks: Sie haben beispielsweise 20.000 mAh, liefern aber nur 15 W. Gut für Smartphones, aber unbrauchbar für Laptops.
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Hochleistungs-Powerbanks: Wie die Anker 737, bieten sie 24.000 mAh und eine Ausgangsleistung von 140 W. So können Sie beispielsweise ein 16-Zoll-MacBook Pro aufladen, während Sie unterwegs Videos bearbeiten.
Achten Sie 2026 auf die Kennzeichnung „PD 3.1“ oder „Qi2-zertifiziert“ auf der Verpackung. Qi2 ist der neue Standard für kabelloses Laden, der eine effiziente magnetische Ausrichtung (ähnlich wie MagSafe) für Android und iOS gewährleistet und so die Wärmeentwicklung reduziert, die beim kabellosen Laden häufig auftritt.
Akkuzustand und Lebensdauer: Nimmt die mAh-Kapazität ab?
Ja. Bei jedem Entladen und Aufladen verliert ein Lithium-Akku einen kleinen Teil seiner Kapazität. Dies nennt man einen Ladezyklus.
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Standard-Li-Ion: Typischerweise für 300–500 Ladezyklen ausgelegt, bevor die Kapazität auf 80 % sinkt.
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LiFePO4 (Lithium-Eisenphosphat): Ausgelegt für über 3.000 Ladezyklen.
Die meisten tragbaren Powerbanks verwenden immer noch Standard-Li-Ion- oder Li-Polymer-Akkus, um das Gewicht gering zu halten (LiFePO4 ist schwer). Wenn Sie eine 50.000-mAh-Powerbank täglich verwenden, ist nach 18–24 Monaten mit einem deutlichen Kapazitätsverlust zu rechnen.
Profi-Tipp: Um die Lebensdauer Ihrer Powerbank zu verlängern, sollten Sie sie nicht über längere Zeiträume bei 0 % oder 100 % Ladung lagern. Wenn Sie Ihre Campingausrüstung für den Winter einlagern, lassen Sie den Akku bei etwa 50–60 % Ladung.
Die richtige Powerbank für Ihre Bedürfnisse auswählen
Beim Kauf einer Powerbank im Jahr 2026 kommt es vor allem darauf an, die mAh-Kapazität an Ihre Bedürfnisse anzupassen. Hier ist unsere Übersicht für alle Technikbegeisterten.
1. Der Ultraleicht-Wanderer/Pendler
Sie brauchen gerade genug Energie, um nach Hause zu kommen oder Hilfe zu rufen. Gewicht ist dabei entscheidend.
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Ziel: 5.000 mAh
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Funktionen: Integrierter USB-C-Anschluss oder MagSafe/Qi2-Anschluss.
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Empfehlung: Anker Nano Powerbank (Ideales Format für iPhone 17/16).
2. Der Digitalnomade/Geschäftsreisende
Sie müssen einen Laptop, ein Smartphone und eventuell ein Tablet mit Strom versorgen. Sie benötigen eine hohe Ausgangsleistung (Watt) und die gesetzlich vorgeschriebene Kapazität.
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Ziel: 20.000 – 24.000 mAh
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Funktionen: Ausgangsleistung 65 W+ (ideal 100 W+), numerische Anzeige der verbleibenden Laufzeit.
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Empfehlung: Anker 737 Powerbank (Der Goldstandard für das Laden von Laptops).
3. Für Overlander/Camper
Gewicht ist zweitrangig; Kapazität ist entscheidend. Sie versorgen Lampen, Ventilatoren und Smartphones über ein Wochenende mit Strom.
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Ziel: 40.000 mAh+
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Funktionen: Mehrere Anschlüsse, integrierte Taschenlampe, robustes Gehäuse.
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Empfehlung: Tragbares Ladegerät 50.000 mAh (Große Kapazität fürs Basislager).
Zu verstehen, was mAh bedeutet, ist der entscheidende Unterschied zwischen unnötigem Ballast und zuverlässiger Stromversorgung, wenn man kilometerweit von der nächsten Steckdose entfernt ist. Aufgrund der Spannungsumwandlung erreicht man zwar nie exakt die volle Nennkapazität, aber die „2/3-Regel“ hilft bei der Planung.
Für die meisten modernen Abenteurer reicht ein 10.000-mAh-Akku für den täglichen Bedarf, während 20.000 mAh und mehr für Laptop-Nutzer und längere Touren unerlässlich sind. Konzentriere dich nicht nur auf die Kapazität – achte auch auf die Wattzahl, damit deine Geräte schnell genug laden, um mit dir Schritt zu halten. Bleib mit Strom versorgt, und wir sehen uns auf den Trails!

